Saysches Gesetz

Was versteht man unter dem Sayschen Gesetz?

Das saysche Gesetz fußt auf den Ausarbeitungen von James Mill und Jean Baptiste Say. Das saysche Gesetz stellt einen Zusammenhang zwischen Nachfrage und Angebot her. Die Kenntnis über das saysche Gesetz ist eine der Voraussetzungen zum Verständnis der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik.

Wie kann man das Saysche Gesetz zusammenfassen?

Man kann das saysche Gesetz wie folgt zusammenfassen:

Jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage selbst.

Wer stellte das Saysche Gesetz auf und was war der Grund dafür?

Das Saysche Gesetz war die Antwort von Jean Baptiste Say auf die Annahme von Ökonomen (um das Jahr 1803), dass es durch den technischen Fortschritt zu Überproduktionen in der damaligen Volkswirtschaft kommen wird.

Wie kann das Saysche Gesetz etwas ausführlicher erklärt werden?

Jean Baptiste Say vertrat die Auffassung, dass die Güterproduktion notwendig war, um die Mittelbereitstellung für die Güterkäufe zu gewährleisten. Durch die Produktion von Gütern wird Angebot und Nachfrage geschaffen. Anders ausgedrückt:

Ein höheres Güterangebot generiert automatisch eine höhere Nachfrage.

Das bedeutet auch, dass, wenn man der zeitlichen Verwerfung keine große Beachtung schenkt, ein unzureichendes Nachfrageniveau nicht existieren kann. Weiterhin heißt dies, dass, wenn der Staat in das Wirtschaftsgeschehen nicht eingreift, es keine Arbeitslosigkeit gibt.

In einer geschlossenen Volkswirtschaft stimmen die geplante Nachfrage mit dem geplanten Angebot überein. Wer auf dem Markt Ware anbietet, wie etwa seine Arbeitskraft, macht dies, damit er Einkommen erzielen kann, mit welchem er eigene Güter kauft. Durch sein Angebot an Gütern entsteht Nachfrage nach Gütern.

Wenn es einen Mechanismus gibt, der dafür Sorge trägt, dass die Investitionen sich mit den Ersparnissen decken, ist das saysche Gesetz in der modernen Geldwirtschaft gültig. Dieser Mechanismus ist in der Regel der Zinssatz. Der Gütermarkt wird nach dem saysche Gesetz über den Marktzins geräumt und nicht über den Preis. Generell hat das saysche Gesetz auch dann Gültigkeit, wenn gespart werden kann. Die Bank wird das bei ihr liegende Geld verleihen und dadurch wird das Geld Nachfragewirksam. Der Zinssatze des Marktes regelt das Gleichgewicht von Nachfrage und Angebot.

Was ist die Kritik am Saysche Gesetz?

Der bekannte Ökonom John Maynard Keynes stellte sich auf den Standpunkt, dass das saysche Gesetz falsch ist. Seine These war, dass bei unzureichenden Gewinnerwartungen Unternehmen, auch bei niedrigen Zinsen, nicht mehr investieren würden. Das nennt man auch Gleichgewicht, bei Unterbeschäftigung. Die Ersparnisse würden sich nicht mit den Investitionen ausgleichen (Investitions- und Liquiditätsfalle). Er vertrat die Meinung, dass das Horten von Geld nicht unbedingt zu einer Verringerung des Preisniveaus führen würde, da die Löhne und Preise nach unten sehr starr sind. Dadurch wird die These in Frage gestellt, dass eine geringere Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu einer Verringerung des Preisniveaus führen würde. Es würde eher das Sozialprodukt sinken.

This entry was posted on Freitag, April 16th, 2010 at 2:45 pm and is filed under Wirtschaft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

5 Responses to “Saysches Gesetz”

  1. Banana Says:

    Hmmm darf ich fragen was du selbst von diesen Gesetz aus der Wirtschaft hältst? Ich meine, für mich hört sich das ganze nicht logisch an. Wieso sollte es in einen Wirtschaftssystem in das der Staat nicht eingreift keine Arbeitslosigkeit geben und wenn das so wäre, würden sich die Menschen von dieser Arbeit auch ernähren können, oder würde es wieder zu einer Feudalherrschaft kommen?

  2. Peer Spektive Says:

    Ich muss mich da leider auch meinem Vorredner anschließen. Das klingt alles sehr unlogisch. Ich muss allerdings sagen, dass der Wikipedia-Beitrag das Ganze auch nicht wirklich erhellt http://de.wikipedia.org/wiki/Saysches_Theorem

  3. Zelina Says:

    tja was soll ich sagen. da wurde das saysche gesetzt vor 2 wochen bei uns am wochenende diskutiert und ich habe versprochen das etwas auszuarbeiten. ist wohl nicht so ganz gelungen, wie ich den kommentaren entnehmen konnte. ich gelobe besserung.

  4. alt-shift-x Says:

    Na ja das Saysche Gesetz wiederlegt sich gerade im Moment brilliant selbst, warum sonst bräuchten wir Abwrackprämien um Absatzmärkte an zu kurbeln, wenn doch das Überangebot an Autos seine eigene Nachfrage angeblich selbst erzeugt? Das ist eben klassische Angebotswirtschaftstheorie, es geht davon aus, dass wenn man dem Witrtschaftskreislauf “nichts” entzieht(weder Monetär noch sonst irgendwie)er dann durch die Produktion immer neue Nachfrage erzeugt, das kann man aber makroökonomisch nie Gewährleisten (das wäre nur in einem einzelnen Land denkbar und das müsste sich völlig von allen anderen abkoppeln keine Wechselkurse, keine Lohnunterschiede nichts) und ausserdem ist diese Theorie super unflexibel, soll heissen, sobald irgendwelche Krisen, Naturkatastrophen etc. auftreten hat man sofort Probleme diesen Status zu halten. Es ist schlichtweg auch nicht wirklich möglich das Saysche Gesetz zu belegen oder wiederlegen, da es praktisch nicht umsetzbar ist, das würde heissen ab sofort keine Subventionen mehr, alle anderen Einflüsse aus der Wirtschaft wie z.B. Mövenpickparteien rausnehmen,etc. etc. das ist klassiches neoliberales Denken eben. Die Theorie geht vom absolutem Markt aus und allein schon deswegen ist sie für Argumentationen und Herleitungen nicht wirklich zu gebrauchen, weil es den absoluten Markt eben nicht gibt. Aber selbst wenn es funktionieren würde, geht das Saysche Gesetz implizit von unendlichem Wachstum aus, und na ja unser Planet hat eben Grenzen. Ausserdem wären da noch die Punkte von Keynes, der auch noch die Untergrenzen des System wie von dir schon beschreiben in Frage stellt, und damit trotz aller Kritik die man am Keynesianismus haben kann natürlich auch berechtigt sind. In der Praxis ist Say sowieso schon lange überholt und ehrlich gesagt hat es auch einen Grund warum das Saysche Gesetz wohl zur Vulgärwirtschaftstheorie gehört, nicht besonders ausgefeilt, nie getestet, eher theoretisch und nicht wirklich haltbar. In meinen Augen Blödsinn, aber es wird sowieso Zeit, und das sage selbst ich, obwohl ich das mal studiert habe, die meisten Wirtschaftstheoreme um zu schreiben. Viele sind nie bewiesen worden und nur theoretisch und exakte Wissenschaft ist auch was anderes, Nachhaltigkeit und Vernunft sollten wieder über Profit und Wachstum gestellt werden, aber das ist nur meine Meinung. Was ist eigentlich deine Meinung zu diesem Gesetz? Du sagtest das wurde bei euch diskutiert?

  5. chriwi Says:

    Das saysche Gesetz geht schon mal von der unsinnigen Grundannahme aus, dass die Löhne beliebig niedrig liegen können. Das müssen sie, denn irgendwann werden die Gewinne der Reichen nicht mehr zu hundert Prozent konsumiert. Das heißt also, dass die Preise sinken müssen und somit auch die Löhne, um die Gewinnerwartungen zu gewährleisten. Es gibt in meinen Augen auch noch mehr Schwächen. Es wird ein Markt ohne Eingriff vom Staat vorrausgestzt. Wie soll das aussehen, wenn dieser doch die Gesetze festlegt, welche diesen Markt erst ermöglichen. Das ist in meinen Augen einer der Grundwidersprüche der liberalen Dogmen. Denn bestimmte Verbote schaden dem Einen und nützen dem Anderen.

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